In diesem Spitalzimmer entstand die Geschichte zu Gute Nacht, liebe Sternlein.
In einem warmen August verbrachte ich wieder einmal zwei Wochen im Spital. Gesundheitlich ging es mir Gott sei Dank gut genug, um zumindest ein wenig kreativ tätig sein zu können. So setzte ich mich an manchen dieser lauen Sommerabende an den kleinen Esstisch in meinem Patientenzimmer und schrieb an einer Kindergeschichte, die sich in einer klirrend kalten Dezembernacht abspielt und zum Träumen, Staunen und Lächeln einladen soll.
Produktiv sein und am Leben teilhaben zu können, war für mich damals alles andere als selbstverständlich. Umso dankbarer war ich für die Momente, in denen dies möglich war.
Aus der kleinen Geschichte, die in diesem Spitalzimmer entstand, wurde schliesslich ein Kinderbuch. Die Schülerinnen und Schüler einer 1./2. Klasse aus Wabern bei Bern brachten die Geschichte mit ihren Illustrationen zum Leben. Aus Worten und Bildern entstand Gute Nacht, liebe Sternlein.
Doch von Anfang an sollte daraus mehr werden als ein Buch.
Die Vision war, mit diesem gemeinsamen Projekt anderen Kindern etwas Gutes zu tun – Kindern, die mit einer Krankheit, einer Behinderung oder den Folgen einer schweren Verletzung leben. Deshalb verzichtete ich als Autor auf ein Honorar, und auch die beteiligte Schulklasse verzichtete auf einen Zustupf in die Klassenkasse. Der Erlös kam der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe zugute.
Aus einer Geschichte an einem kleinen Tisch in einem Spitalzimmer, den Bildern von Kindern und einer gemeinsamen Idee wurde so eine Mission: von Kindern für Kinder.
Mit Gute Nacht, liebe Sternlein konnten wir der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe schliesslich CHF 14’000.– überreichen.
Dass aus einer Geschichte, die während eines Spitalaufenthalts entstand, etwas wachsen durfte, das anderen Kindern Freude und besondere Erlebnisse ermöglicht, erfüllt mich bis heute mit grosser Dankbarkeit.
In diesem Spitalzimmer entstand die Geschichte zu Gute Nacht, liebe Sternlein.