Von der Kunst zu träumen
Wenn wir jung sind, träumen wir davon, Astronauten, Profisportler oder erfolgreiche Musiker zu werden. Mit den Jahren verändert sich manches. Erfahrungen kommen hinzu, der Blick auf das Machbare wird nüchterner – und manche Träume geraten aus dem Blick. Doch das Träumen selbst sollten wir uns nicht nehmen lassen.
Kinder gehen uns darin als gutes Beispiel voran: In ihrer Unbeschwertheit und Fantasie scheint vieles möglich. Wenn es uns gelingt, etwas von diesem kindlichen Blick zu bewahren, können wir Möglichkeiten entdecken, die wir sonst vielleicht übersehen würden.
Der spanische Künstler Pablo Picasso (1881–1973) soll einmal gesagt haben: «Alle Kinder sind Künstler. Das Problem ist, ein Künstler zu bleiben, wenn man erwachsen ist.»
Vielleicht sollten wir deshalb nicht nur das kindliche Träumen bewahren, sondern auch die Fantasie. Denn sie erlaubt uns, über das Bekannte hinauszudenken und Möglichkeiten zu entdecken, die wir zunächst vielleicht gar nicht sehen.
Die Kunst des Träumens und Fantasierens besteht darin, sie immer wieder neu zu entdecken und als lebenslangen Prozess zu verstehen. Picasso wird ein weiterer Gedanke zugeschrieben: «Es dauerte vier Jahre, um wie Raffael zu malen, aber ein Leben lang, um wie ein Kind zu malen.»
Ich wünsche Ihnen Zeit zum Träumen, den Mut, die unbefangene kindliche Fantasie immer wieder neu zu entdecken – und selbst nach den Sternen zu greifen.
Und natürlich wünsche ich Ihnen viel Freude mit Gute Nacht, liebe Sternlein.
Herzlichst,